Allgemein, Beachvolleyball

Warum Beachvolleyball besser als Volleyball ist

Wenn die Hallensaison vorbei ist, geht es für die meisten Volleyballer bis zur nächsten Saisonvorbereitung in den Sand. Beim Beachvolleyball bleiben die Hallenschuhe zu Hause und man steht vor neuen Herausforderungen. Oft entbrennt dann eine hitzige Diskussion, ob Beachvolleyball oder Hallenvolleyball besser ist. Warum Beachvolleyball besser als Hallenvolleyball ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

1. Du bist draußen

Beachvolleyball draußenWer kennt ihn nicht, den Hallenmief? Alte Sportgeräte, der Geruch nach pubertierenden Jugendlichen und der Gestank von Sportschuhen wabert durch jede Sporthalle. Beim Beachvolleyball bist du solchen Faktoren nicht ausgesetzt. Du spielst nämlich draußen, am liebsten bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Das macht nicht nur mehr Spaß als bei schönem Wetter in der Halle zu hocken, du wirst dabei auch noch braun. Außerdem macht in Bikini oder als Mann oberkörperfrei beachen auch einfach mehr Spaß. Und dann haben auch alle Beteiligten was zu gucken 😉

2. Du bist als kompletter Volleyballer gefordert

Beim Hallenvolleyball bist du so gut wie nie als kompletter Volleyballer gefordert. Als Mittelblocker musst du primär angreifen und blocken, musst aber nie abwehren und annehmen. Als Zuspieler und Libero musst du selbst nie angreifen. Egal, welche Position du in der Halle spielst – im Sand sind sämtliche Klischees vergessen. Es interessiert nicht, welche Position du spielst – du musst alles können! Annahme, Zuspiel, Angriff und Abwehr musst du beim Beachvolleyball beherrschen. So entwickelst du dich beim Beachen als Volleyballer weiter. Du schaust über deinen Positions-Tellerrand hinweg und musst neue Aspekte erlernen. Auch wenn das am Anfang oft schwer fällt, wird man kontinuierlich besser in den Bereichen, die man in der Halle oft vernachlässigt. Durch Beachvolleyball wirst du insgesamt zu einem besseren Volleyballer.

3. Du bewegst dich mehr

Beim Hallenvolleyball stehst du mit 5 Mitspielern auf einem 81qm großen Feld. Beim Beachvolleyball deckst du mitBeachvolleyball Abwehr deinem Partner ein Feld ab, das 64qm groß ist. Es ist offensichtlich, dass man sich beim Beachvolleyball mehr bewegen muss. Du musst ein Feld abdecken, was lediglich einen Meter kürzer und schmaler ist, als das in der Halle, es fehlen allerdings vier Mitspieler. Das ganze Feld beim Beachvolleyball abzudecken, ist eine richtige Herausforderung. Du musst nicht nur schnell sein, sondern dir auch eine clevere Taktik einfallen lassen, damit man die gegnerischen Bälle halbwegs abwehren kann. Viele Hallenvolleyballer scheuen aber gerade aus diesem Grund den Sand und verlassen sich lieber auf die Stärke des Teams. Für mich ist es aber viel schöner, sich über das ganze Feld zu bewegen und so viel abzuwehren, wie geht.

4. Du musst taktisch clever spielen

Dein Partner und du seid zu zweit für ein ziemlich großes Feld verantwortlich. Deshalb müsst ihr euch schon vor dem Spiel eine Taktik überlegen. Spielt man mit Block? Ist einer fester Blockspieler? Wie teilt man das Feld auf? Wer ist für kurze, wer ist für lange Bälle verantwortlich? Wer übernimmt in der Annahme die Mitte des Feldes? All diese Fragen müssen beim Beachen geklärt werden. Es ist taktischanspruchsvoller als Hallenvolleyball, da du viel besser auf deine Gegner eingehen musst und die passende Taktik wählen musst. So lernst du nicht nur schnell, dich auf deine Gegner einzustellen, du erkennst auch, welche Taktik du anwenden musst, um zu gewinnen.

5. Du lernst, präziser zu spielen

Beachvolleyball AngriffIn der Halle zählt im Angriff oft nur pure Gewalt. Mit gelegten oder geshoteten Bällen kommst du nicht weit – zu viele Spieler können diese Bälle abwehren. Genau diese Bälle sind im Sand aber das Mittel zum Sieg. Mit platziert gespielten Bällen kannst du deinen Gegner zur Verzweiflung bringen, wohingegen hart geschlagene Angriffe oft im Block, Netz, Aus oder auf den Armen des Abwehrspielers landen. Du lernst schnell, wo du hinspielen musst, um den Punkt zu machen. Dann fehlt aber oft noch die richtige Technik, damit der Ball auch da landet, wo er soll. Aber je öfter du beachst, desto schneller lernst du zu cutten oder zu shotten.

6. Du kannst dir deinen Partner gezielt aussuchen

Wer kennt das nicht: in jeder Mannschaft hast du Leute, mit denen du besser klar kommst und welche, mit denen du nicht so gut auskommst. Beim Beachvolleyball hast du die Möglichkeit, dir deinen Partner gezielt auszusuchen. So kannst du sicher sein, dass ihr spielerisch und menschlich harmoniert. Dabei ist es oft nichtmal nötig, dass man beste Freunde wird. Meistens ist der gleiche Anspruch und die gleichen Erwartungen an ein Spiel ausschlaggebend, ob man zusammen spielen kann. Aber auch das menschliche sollte man bei der Partnerwahl nicht komplett außer acht lassen. Wenn du mit einer guten Freundin oder einem guten Freund spielst, macht es oft einfach mehr Spaß, weil man sich auch abseits des Sandes gut unterhalten kann. Nur als Pärchen sollte man aufpassen und vielleicht lieber nicht zusammen spielen, das kann zwar gut gehen, führt aber oft nur zu Streit und Zickereien.

7. Du tust dir nicht so viel weh

Der Hallenboden kann grausam sein. Blaue Flecken auf den Knien, aufgeschürfte Hüftknochen und Rückenschmerzen sind nur einige Nebenwirkungen von Hallenvolleyball. Im Sand hast du diese Probleme nicht. Der Sand ist zu deinem Körper bedeutend netter, als der harte Hallenboden. Wenn du hinfällst, gibt er nach. Wenn du mal mit ausgestreckten Beinen nach einem Block oder Angriff landest, gibt der Sand nach und dein Rücken und deine Knie bekommen keine fiesen Schläge. So kommst du nach dem Training ohne Schmerzen nach Hause und kannst auch beim nächsten Mal verletzungsfrei Gas geben.

Wie seht ihr das? Mögt ihr Beachvolleyball oder Hallenvolleyball lieber? Ich bin gespannt auf eure Kommentare! Und ihr könnt sicher sein, dass spätestens nach den ersten Vorbereitungsturnieren der „Warum Volleyball besser als Beachvolleyball ist“-Artikel folgt!

One Comment

  1. Juan

    Schöner Artikel.
    Ich stimme dir voll und ganz du. Ich habe früher in der Schule oft Volleyball gespielt und es hat mir nie richtig Spaß gemacht. Beim Beachvolleyball ist das völlig anders. Aus den von dir genannten Gründen. Und das sage ich, obwohl ich eigentlich früher überzeugter Handballer war 😉

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