Allgemein, Volleyball

World League: Das Finale in Frankfurt

Durch einen deutlichen Sieg zog die deutsche Volleyballnationalmannschaft in das World League Finale in Frankfurt ein. Am Samstag, 02.07.2016, trat die Mannschaft um Trainer Vital Heynen gegen Vize-Europameister Slowenien an. Die Slowenen hatten im Halbfinale bereits ihre Klasse gezeigt. Es war klar, dass es ein spannendes Finale um den Aufstieg in die zweite Gruppe der World League werden würde. IMG_1394 (2)Die Fraport Arena war gut gefüllt, als die deutschen Spieler einliefen. Mit Feuershow und großem Applaus wurde die Mannschaft um Kapitän Markus Böhme empfangen. Nach dem starken Halbfinale gegen Taiwan erwarteten die Zuschauer ein starkes Spiel der deutschen Nationalmannschaft. Im ersten Satz wurden sie allerdings bitter enttäuscht. Die Slowenen setzten ihre Taktiv vom Vortag weiter um und schlugen risikoreich und druckvoll auf. Mit Erfolg. Die Annahme der deutschen Volleyballer hatte große Probleme. Vor allem Christian Fromm strahlte nicht die gewohnte Sicherheit aus und wurde streckenweise komplett aus der Annahme genommen. Zudem verletzte sich Diagonalangreifer Simon Hirsch zu Beginn des Satzes an der Hand. Bei einer Abwehraktion riss er sich die Hand auf und blutete danach das Spielfeld voll. Für ihn kam Daniel Malescha ins Spiel. Bei seinem ersten World League Finale machte er wenig Fehler, aber auch wenig Punkte. Insgesamt stimmte das Zusammenspiel im deutschen Team noch nicht, sodass der erste Satz mit 19:25 an die slowenische Mannschaft ging. Der zweite Satz verlief nicht viel anders. Simon Hirsch stand zwar wieder auf dem Spielfeld, aber dennoch zeigten die deutschen Volleyballer nicht die gewohnte Stärke. Gegen den slowenischen Block setzten sie sich zu selten durch und der eigene Block war für die druckvoll spielenden Slowenen keine Herausforderung. So ging auch der zweite Satz mit 18:25 nach Slowenien.

Alles oder nichts im dritten Satz

Nach dem verlorenen zweiten Satz war klar, dass die deutsche Mannschaft im dritten Satz eine Schippe drauf legen musste. Um das World League Finale noch gewinnen zu können, stellte Vital Heynen die Taktik etwas um. Tim Broshog kam für Markus Böhme ins Spiel und Dirk Westpfhal ersetzte Ruben Schott. Beide Einwechselungen brachten Ruhe und Konstanz ins deutsche Spiel. Die Annahme kam deutlich besser zu Lukas Kampa, der endlich sein gewohnt schnelles Zuspiel zeigen konnte. Angefeuert durch die begeisterten Zuschauer zeigte die deutsche Mannschaft ihre beste Leistung beim World League Finale in Frankfurt. Verdient ging der dritte Satz mit 25:20 an die deutschen Volleyballer.

Bittere Niederlage im vierten Satz

Gepusht vom Satzgewinn startete die deutsche Mannschaft in den vierten Satz. Die Slowenen ließen sich leider durch den verlorenen Satz nicht auIMG_1488s dem Konzept bringen und knüpften an ihre gute Leistung aus den ersten beiden Sätzen an. Vor allem die Aufschläge machten den deutschen Annahmespielern wieder große Probleme. Trotz viel Kampfgeist und tollen Abwehraktionen von Dirk Westpfahl fanden die deutschen Volleyballer kein Mittel gegen die Vize-Europameister. Letztlich mussten sie sich mit 20:25 im vierten Satz geschlagen geben und verloren so das Wordl League Finale. Die Slowenen gewannen zu Recht und sicherten sich mit dem Sieg den Aufstieg in Gruppe 2 der World League. Bei der deutschen Mannschaft war die Enttäuschung nach der Niederlage groß. Bei der Siegerehrung wurden aber schon wieder die ersten Späße gemacht. Auch wenn der Sieg an die Slowenen ging, war es ein tolles Finale der World League.

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