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Das perfekte Homegym einrichten

Das Homegym ist die perfekte Alternative zum Fitnessstudio: Du bezahlst keinen monatlichen Beitrag, es ist immer verfügbar und nur einen Raum entfernt, du musst dich nicht mit anderen um die Geräte streiten und du hast deine Ruhe. Wenn du dich dafür entscheidest, dein eigenes Homegym einzurichten, gibt es aber ein paar Dinge, die du bedenken und bei der Planung berücksichtigen solltest. Worauf es bei der Einrichtung deines eigenen Homegyms ankommt, erfährst du in diesem Beitrag.

Die Planung: Was brauche ich?

Natürlich ist der vorhandene Platz ein wichtiges Kriterium bei der Planung deines Homegyms. Optimal ist eine ausreichende Deckenhöhe, damit auch bei Kettlebellswings keine Unfälle passieren, und eine Größe von mindestens 10qm. Bei der Planung solltest du bedenken, welche Schwerpunkte du bei deinem Training legen willst. Für folgende Bereiche solltest du in deinem Homegym einen Platz einplanen:

Ausdauertraining

Für ein effektives Aufwärmen vor dem Krafttraining bietet sich ein Gerät zum Ausdauertraining am besten an. Hier hast du die Wahl zwischen verschiedenen Geräten:

  • Laufband: Der Klassiker zum Aufwärmen und zum Konditionsaufbau
  • Fahrrad: Wenn du gerne Fahrrad fährst und auch bei schlechtem Wetter nicht verzichten willst, bietet sich ein Ergometer oder ein Rollentrainer, in den du dein normales Fahrrad einspannen kannst, besonders an.
  • Rudergerät: Mit einem Rudergerät wärmst du dich nicht nur auf, du trainierst auch direkt die Rücken- und Brustmuskulatur mit.
  • Stepper: Ausdauer, Koordination und Beintraining in einem – wer mit dem Stepper gut zurecht kommt, hat damit ein ideales Trainigsgerät.

Krafttraining

Der wohl wichtigste Part bei deinem Homegym ist der Bereich für das Krafttraining. Hier hast du prinzipiell zwei Möglichkeiten:

  1. Kompletttraining mit einer Kraftstsation: Wenn du dich dafür entscheidest, dir ein Komplettpaket als Kraftstation zu holen, hast du quasi ein ganzes Fitnessstudio in einem Gerät. Eine Kraftstation beinhaltet verschiedene Trainingsgeräte, wie Langhanteln und Kabelzüge. Auch eine Sitzbank mit verschiedenen Sitzeinstellungen ist direkt dabei.
  2. Individuelles Training mit einzelnen Trainingsgeräten: Anders als bei einer vorgefertigten Kraftstation hast du bei deiner eigenen Zusammenstellung an Trainingsgeräten mehr Möglichkeiten auf deine individuellen Wünsche einzugehen. Für das Training im Homegym bieten sich vor allem folgende Trainingsgeräte an:
    – Langhanteln und Hanteln
    – Kettlebells
    – Klimmzugstange
    – Therabänder
    – Medizinbälle
    Zusätzlich benötigst du noch eine Sitzbank für die verschiedenen Übungen. Damit ist dein Homegym dann perfekt ausgerüstet.

Stretching

Auch wenn es am meisten vernachlässigt wird: das Stretching nach dem Training oder an trainingsfreien Tagen ist extrem wichtig. Deshalb solltest du auch dafür einen Bereich einplanen, wenn du dein Homegym einrichtest. Für effektives Stretching brauchst du nicht viel. Meistens reicht eine gute Fitnessmatte aus. DU kannst auch den Türrahmen zur Hilfe nehmen, mit Therabändern arbeiten oder Yoga Equipment nutzen.

Zubehör für dein Homegym

Wenn du die Planung abgeschlossen hast und weißt, welche Geräte du haben möchtest, geht es an den Feinschliff. Mit ein bisschen Zubehör richtest du dein Homegym perfekt ein. Du solltest auf jeden Fall eine spezielle Matte besorgen, die du im Krafttrainingsbereich auslegst. Diese Matte wirkt dämpfend bei deinen Bewegungen und schluckt gleichzeitig Geräusche. Kein Problem also, wenn dir mal eine Hantel runterfällt. Auch eine Ablage für die Hanteln oder Kettlebells bietet sich an. So hast du deine Geräte sortiert und geordnet. Wenn du viel mit Langhanteln trainierst, gibt es auch hier für die Scheiben spezielle Halter.

Für das ultimative Fitnessstudio-Feeling in deinem Homegym kannst du dir noch einen kleinen Kühlschrank zulegen, der dich beim Training mit den richtigen Sportgetränken versorgt. So kannst du dich auf dein Training konzentrieren und wirst nicht abgelenkt.

Was ist beim Training im Homegym wichtig?

Der größte Nachteil des Homegyms ist auch gleichzeitig der größte Vorteil: Es ist immer da und es ist kostenlos. Dadurch ist aber auch der Anreiz zu trainieren manchmal ein bisschen kleiner. Wenn man nicht dafür bezahlen muss, ist natürlich die Schmerzgrenze gesenkt. Deshalb ist es wichtig, dass du dir auch für das Homegym einen Trainingsplan erstellst und dir feste Termine setzt, an denen du trainieren willst. Zudem solltest du versuchen, Ablenkungen zu minimieren. Nimm nur das mit in dein Homegym, was du auch mit ins Fitnessstudio nehmen würdest. Den Laptop zum Serien schauen oder um nochmal schnell die Mails zu checken schnell mitnehmen ist zwar verlockend, sorgt aber dafür, dass du dich weniger auf das Training konzentrierst. Sage auch deinen Familienmitgliedern bescheid, dass du jetzt trainierst und nicht gestört werden willst – auch wenn das natürlich nicht heißt, dass nicht doch jemand mit Staubsauger in der Tür steht und meint, jetzt wäre die beste Zeit für die Hausarbeit…